Kaum ein Entwickler hat es geschafft sowohl Anerkennung bei den Hardcore-Gamern, als auch bei den Casual-Gamern so zu ernten, wie Will Wright. Mit Sim City ist Will Wright ein Entwicklerpionier der ersten Stunde und es wird kaum einen Hardcore-Gamer geben, der nicht mit seinen Spielen aufgewachsen ist. Gleichzeitig hatte Will Wright seinen größten Erfolg aber mit einem kompletten Casual-Game und zwar mit The Sims, dem erfolgreichsten PC-Spiel aller Zeiten. Wohin segeln wir? Spore |
| Entwickler: | Maxis
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| Publisher: | Electronic Arts
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| System: | PC |
| Genre: | Simulation
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| Spieler: | 1 |
| Release: | 05.09.2008 |
| System: | CPU 2,0GHz 512MB Ram 128MB Grafikkarte mit Pixelshader 2.0 |
Will Wright ist einer der wenigen, die bei Electronic Arts vollkommene Narrenfreiheit genießen. Mit The Sims hat sein Team es geschafft viele Casual-Gamer vor den PC zu fesseln und vor allem Mädchen waren von dieser neuen Lebenssimulation begeistert. Durch abertausende Addons haben die ersten beiden Teile von The Sims die Kassen vom kanadischen Publisher schön gefüllt und der dritte Teil der Serie steht schon in den Startlöchern.

Durch diesen Erfolg bekam auch Will Wrights neustes Projekt Spore eine Menge Vorschußlorbeeren. Es solle die Evolution nachstellen und man selbst könne seine Kreaturen vom Einzeller bis hin in die Weltraumphase begleiten. Dazu muss man sagen, dass Will Wright auch im Privaten ein Wirrkopf ist. Er selbst sammelt Weltraumschrott und hat daher seine halbe Garage zugerammelt mit Teilen von ehemaligen russischen Raumfähren. Somit ist Spore für Wright nicht nur ein einfaches Spiel, sondern auch eine virtuelle Verwirklichung seines Hobbys.
The BeginningDas Spiel bietet euch insgesamt fünf Phasen der Evolution an und bei jedem Schritt erhalten eure Kreationen ein neues Level an Kultur. Ganz am Anfang steht aber das Erschaffen eurer ersten Zelle. In einem Editor dürft ihr euren kleinen Zellklumpen mit Augen, Mund und später auch Waffen bestücken. Habt ihr dann noch festgelegt ob ihr Fleisch- oder Pflanzenfresser seid, geht es ab in die Ursuppe.

In dieser ersten Phase müsst ihr in bester Pacman-Manier euch um Futter sorgen und gleichzeitig den größeren Gegnern ausweichen. Hier findet ihr dann auch schon die ersten Erweiterungen für euer Geschöpf. Entweder findet ihr einen Meteorit, der die neuen DNA Informationen enthält, oder ihr besiegt ein anderes Wesen und macht euch seine DNA zu nutze. Denn so erhaltet ihr neue Waffen, Augen oder Flossen. Diese könnt ihr jederzeit im Editor an euer Geschöpf anbauen, wenn ihr genügend DNA-Punkte gesammelt habt. Diese bekommt ihr ganz automatisch fürs Futtern und Kämpfen.
Habt ihr diese wirklich spaßige Phase überstanden. landet ihr in der Kreaturenphase. Euer Geschöpf erhält ein Hirn und ihr dürft ihm Beine geben, denn jetzt geht es raus aus dem Wasser und ab aufs Land. Hier zeigt das Spiel auch schon seine größte Stärke, denn die Engine berechnet in Echtzeit die passenden Animationen zu euren Tieren. Das Spiel profitiert enorm vom Knuddel-Faktor, denn damit wird vor allem die weibliche Käuferschicht eingenommen. Es ist wirklich ein tolles Gefühl, wenn man seinen rosa Knubbel das erste Mal übers Land laufen sieht. Technisch ist den Leuten von Entwickler Maxis hier wirklich etwas sehr beeindruckendes gelungen.
Weniger überzeugen kann aber die Kreaturenphasen an sich. Ihr habt zwei Möglichkeiten diese Phase zu überstehen, entweder kriegerisch oder friedlich. Je nach euren angebauten Waffen stehen euch verschiedene Angriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Die Kämpfe laufen aber sehr simpel ab und bestehen eigentlich nur aus dem klicken der Tasten 1 und 2, wenn der jeweilige Cooldown abgelaufen ist. Ebenfalls sind die Kämpfe praktisch nicht zu verlieren und nehmen daher leider auch die Herausforderung aus dieser Phase. Wer es dagegen eher friedlich angehen mag, hat es zwar etwas schwerer, aber leider nicht spannender. Ihr müsst zu den anderen Kreaturen laufen und mit ihnen tanzen, singen oder posieren. Dabei ist die größte Schwierigkeit, dass ihr die richtigen Körperteile besitzen müsst, um die jeweilige Aktion auch ausführen zu können. Besitzt ihr jedoch die richtigen Teile, ist der Schwierigkeitsgrad wieder auf einem Niveau zwischen Fischerprice und einem Puzzle aus fünf Teilen. Die andere Kreatur macht eine bestimmte Aktion vor und ihr müsst sie nachmachen. Anspruchsvoll ist etwas anderes.